PROJEKTLEITUNG

Die erfolgreiche Projektleitung ist das wohl interessanteste Thema nicht nur in der Informatik oder der Telecom.

Der richtige Projektleiter ist entscheidend für den Projekterfolg verantwortlich. Dieser hat die entsprechenden Kompetenzen und kann auch selbstständig Entscheidungen treffen welche den operativen Ablauf tangieren.

In der Praxis steht oftmals die Verfügbarkeit von personellen Ressourcen im Vordergrund, daher werden nicht selten Projektleitungsvakanzen rein aufgrund von räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeiten besetzt. Dabei ist die on-time Verfügbarkeit eines Projektmanagers nicht gleichbedeutend mit einem in-time Abschluss des Projektes. Entscheidend für den Projekterfolg sind vielmehr die Erfahrung und die Qualifikation des Projektmanagers und die Übereinstimmung mit den Anforderungen.

Ein Projekt ohne klare Zieldefinition und hinreichend konkrete Beschreibung der erwarteten Projektergebnisse ist zum Scheitern verurteilt. Da eine vermeintlich geringe Abweichung von der ursprünglichen Zielsetzung nicht selten mit zusätzlichen Kosten und hohem Zeitverlust einhergeht, müssen die Ziele zu Beginn klar und möglichst umfassend beschrieben werden. Ein klar beschriebener Projektauftrag sorgt an dieser Stelle meist für Klarheit und ermöglicht eine Abweichung von den definierten Projektzielen nur in Ausnahmefällen – z.B. wenn Auftraggeber und Projektsponsoren die Abweichung vom Ursprungsplan in Kenntnis der damit einhergehenden Beeinträchtigungen mittragen.

Die Zeitplanung eines Projektes sollte stets angemessen sein, auf konservativen Annahmen beruhen und Pufferzeiten berücksichtigen. Zwar ist es nachvollziehbar, dass die Auftraggeber möglichst schnell Erfolge aus ihrem Projekt vermelden wollen und daher eine zu großzügige Zeitplanung ablehnen – aber eine Überschreitung der geplanten und kommunizierten Laufzeit ist sicher noch viel weniger in ihrem Interesse. Es ist daher ratsam eine realistische und nachvollziehbare Zeitplanung zu erstellen und abzustimmen. Keinesfalls sollte der Fehler begangen werden, eine valide aufgesetzte Zeitplanung durch opportunistische Vorgaben zu verwerfen.

In jedem Projekt gibt es Risiken. Dies ist so selbstverständlich, dass einige Risiken als gegeben angesehen und weder klassifiziert noch bewertet werden. Beispielsweise besteht in nahezu allen Projekten ein Bereitstellungsrisiko, also das Risiko, die Projektergebnisse nicht oder nicht vollständig liefern zu können. Nicht benannte Risiken führen im Falle ihres Eintritts zu einem Vertrauensverlust in das Risikomanagement und die Projektleitung. Daher sollten Projektrisiken im Rahmen der Projektplanung vollständig aufgeführt, nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und den Stakeholdern gegenüber kommuniziert werden.