VORBEREITUNGEN

Um eine unfallfreie Skitour vorzubereiten, bedarf es einiger wichtigen Punkte.

VORBEREITUNG, WETTER:
(Vor jeder Tour das Wetter und im Winter die Lawinenkarte beobachten)

(Achtung, das SLF gibt Ihre Daten beim Besuch derer Homepage weiter nach Amerika, was google genau damit anfängt ist unklar und Sie kliekcen auf eigene Gefahr.)

slfDer wohl wichtigste Punkt ist die Lawinensituation im Skitourengebiet und der näheren Umgebung abzuklären.
Dazu bedarf es einen Blick auf die Homepage der SLF in Davos welche im Winter täglich ab 17 Uhr eine Lawinenbulletin bekant gibt welches auf eine Region runtergebrochen, Auskunft gibt über verschiedene Werte wie Schneebeschaffenheit, Niederschlag etc.

Dabei ist zu beachten was in den letzten 3-4 Tagen, in den letzten 24 Stunden und aktuell, im Skitourengebiet, gegangen ist im Thema Meteorologie.
Auch nach dem Ablaufen ist stets ein Auge auf die Schnee-, und Wettersituation zu richten. Siet 1986 vertraue ich auf des ehemals vom SAC ausgestossenen Lawinenraduktiuonsmethode von Werner Munter 3 x 3.
Europäische Lawinengefahrenskala mit Empfehlungen

Aktuelle Lawinensituation:
SLF: Vorhersage Lawinengefahr

AUSRÜSTUNG:
(Nicht das Neueste ist das Richtige, das was man benötigt und BEHERRSCHT.)

ausruestungHeute wird mit  dem Verkauf von zum Teil unnötigen „Gadgets“ viel Geld umgesetzt.
Mein altes Barivox VS-2000 ist für mich noch immer ein gutes und robustes Gerät.

Da ich jedes Jahr eine oder zwei Übungen spiele, beherrsche ich dieses auch in einem Ernstfall.

Auf jeden Fall gehört auf eine Skitour ein LVS (welches man auch beherrscht!), eine Schaufel, (nicht Kuststoff), und evt eine Lawinensonde. Eine solche habe ich bis heute nur in Übungen benötigt, würde ich nicht als wichtig ansehen. Eine Karte und ein GPS habe ich stets dabei, den Höhenmeter nicht auf jeder Tour.

Auf einer Ein-, oder Zweitagestour nehme ich nebst einer Kompletten Ausrüstung immer genügend Wasser (Tee etc.), etwas Schoggi und ein oder zwei Sandwiches mit.
Früchte, Dörrfrüchte etc., haben den Vorteil, dass diese Fruchtzucker beinhalten.

Auf einer Tourenwoche sind in der Regel; Pickel, Seil, Steigeisen, Klettergschtältli, Notfallset mit Schiene für Arm-, oder Beinbruch, einzupacken. Diese Gegenstände können auf die Gruppe verteilt werden.

AUSBILDUNG:
(Alle Jahre wieder scheint mir richtig: Bild Nähe Wirzweli mit Regula und Evelyne beides Tanzpartnerinnen hi)
lvsFrüher wie ich noch beim SAC war, gab ich das beim Militär Gelernte gerne an den „LAWINENWOCHENENDEN“ weiter.
Am Samstag Anreise und während des Aufstieges auf die Hütte bereist spielerisch einen Notfall üben.

 
Am Abend dann Theorie und CPR an einer Puppe. Natürlich sind auch Spielen und Diskutieren angesagt! Dog, Tridomino, Backgammon etc.
Am Sonntag dann Skitour (meist im Glattengebiet) und dann in Gruppen von maximal fünf Teilnehmern, das Erlernte unter Beweis stellen.

Hier Evelyne und Regula die Ihre Arbeit vorbildlich ausführen.

Und hier warum ich Moni nie mehr mitnehme auf eine Skitour.
(Das LVS ist IMMER die unterste Schicht, auch wenns etwas unbequem ist.

Aber Moni ist nicht die Einzige die das LVS falsch trägt…

KARTENKUNDE/KARTENSTUDIUM
stk
Das Kartenstudium gehört in meinen Augen zu den ganz wichtigen Vorbereitungspunkten für eine sichere Tour. Die Landestopo bietet besonders geeignete Skitourenkartenübersicht, Wanderkartenübersicht, Signaturenkarte, und Zeichenerklärung an. Eine 25’000-er oder 50’000-er Karte ist geeignet für die meisten Touren. (Wie lange ist 1 Km auf der jeweiligen Karte?)

Hier kann bei der Landestopo jedes Gebiet betrachtet werden. Im Wintr ein Lawinenhang erkannt werden, zum Wandern mögliche Steilhänge erkannt werden.

GEIST UND KÖRPER:
(Eine gute seriöse Vorbereitung ist das A und O einer jeden sicheren Tour. Fitnasstraining)
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MANN ist nicht jeden Tag gleich fit. Hier gilt es zu beachten, dass eine grosse Belastung im Job oder in der Beziehung einen top in Form Körper, in eine ganz andere Richtung ziehen kann.

Immer richtig scheint mir, dem Gefühl zu gehörchen, wenns passt die Kadenz etwas höher, wenn nicht, der Berg ist auf morgen noch da. Immerwieder etwas Sport ist besser als kurzes Intensivtraining. Ab und zu ist auch Umkehren angesagt.

RETTUNG/FUNK:
Habe ich jahrelang für Erwachsene durchgeführt. Bild Glatten Lawinenausbildung mit SAC Sektion Höhrohnen)

lk94Die europaweite NOTNUMMER lautet 112.
Sogenannte APP’s mit welchen Daten an eine Rettungsorganisation weitergegeben werden können nützen nur dann, wenn auch eine Mobilfunksignal vorhanden ist. Dies ist sehr oft nicht der Fall, daher immer ein Funkgerät auf Mann.

Per Funk kann MANN in der Schweiz die REGA und andere Rettungsorganisationen aufrufen. Auf 161.300 MHz dem E-Kanal oder 159.200 MHz dem R-Kanal (oft 123 Hz).
Oder 158.625 dem K-Kanal.

Guten Morgen Herr O…
Ich hoffe, die Email erreicht Sie noch vor Kursbeginn.
Die Rega-App übermittelt genau jene Daten an unsere Alarmzentrale, welche für den weiteren Verlauf der Rettung von Belang sein könnten:
– Zeitpunkt des Alarms
– die Sprache, welche der App-User eingestellt hat und in welcher diejenige Person zu kommunizieren wünscht
– WSG84 und CH-Koordinaten
– Batteriestand (wichtig für die weitere Kommunikation)
– Telefonnummer des Handys für Rückrufe

Bei einem Testalarm erscheinen die obigen Daten nicht in der Einsatzzentrale. Der Testalarm dient einzig dem Test der Funktionalität.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Auskunft hilft.
Besten Dank und freundliche Grüsse
K… H….
Mediendienst
Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega)
Rega-Center
Postfach 1414
CH-8058 Zürich-Flughafen
Tel.  +41 44 654 33 11
Fax  +41 44 654 32 88

So ein Blödsinn:
bergrettungEntsprechend ausgestattet, helfen Smartphones Verunfallte in Berggebieten zu orten und zu retten. Zwei interessante Lösungen nutzen Technologie, die an der ETH und am Fraunhofer-Institut entwickelt wurde.

In den Bergen sind oft keine Mobileverbindungen zu finden, das Mobilgerät pollt und pollt und braucht enorm Akkukapazität. Ein LVS ist das Richtige für die Skitour. (NZZ-Artikel)

KINDERSKITOUREN UND LVS-ERKLÄRUNG:
(Kinder sind so offen und lehrnwillig wenn man die richtig anpackt)

lvskinderSpäter habe ich mit dem Franco dasselbe eingeführt für die Kinder.

Leider mussten wir das abrupt stopen, denn wenn Eltern mit Bedingeungen kommen, am Morgen bitte vor der Haustüre abholen und am Abend nicht vor 20 Uhr zurück, wir sind im Ausgang, dann ist das schade…

LawinenSHOW die nichts bringt:

Warum ist der Schnee weiss?
Radiosendung SIGSAGSUG DRS1
weissWANDERVORBEREITUNG:

Die Wanderzeiten werden in der Schweiz nach einheitlichen Grundsätzen berechnet.

Früher haben Tourenleiter Marschzeiten mit Hilfe von Karte, Messzirkel und Marschzeittabelle mühsam und zeitaufwändig berechnet, heute können Zeitangaben bei entsprechenden technischen Voraussetzungen (Hard- und Software, digitales Kartenmaterial, digitales Höhenmodell etc.) direkt aus dem PC – herausgelesen werden.

Eine einfache Wanderzeitberechnung:
Zur Berechnung der Wanderzeiten wird im Flachen eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von 4.2 km in der Stunde angenommen. Ein Höhenunterschied von 300 m (aufwärts oder abwärts) ergibt eine zusätzliche Stunde zum Horizontalwert.

Beispiel : Die horizontale Distanz sei 12.6 km, der Höhenunterschied 600 m, dann ist die zu erwartende Wanderzeit 3 Std. + 2 Std., also insgesamt 5 Std.

Eine genauere Wanderzeitberechnung:
Diese geht davon aus, dass man im Abstieg pro Stunde mehr als 300 Höhenmeter schafft, angenommen werden 600 Höhenmeter.

1. Berechnen Sie einzeln die Zeiten, die Sie für die geplante horizontale Entfernung und für die zu überwindende Höhendifferenz benötigen: 4 km in der Ebene = 1 Stunde, 300 Höhenmeter Aufstieg = 1 Stunde 600 Höhenmeter Abstieg = 1 Stunde

2. Bilden Sie die Summe aus den Entfernungs-Zeiten und den Höhendifferenz-Zeiten.

Beispiel: 1. Die horizontale Entfernung beträgt 14 km, es geht 600 m bergauf und 300 m bergab.

14 km = 3 h 30 min, 600 m bergauf = 2 h, 300 m bergab = 0 h 30 min

Daraus errechnet sich eine Gesamtgehzeit von;
Entfernungs-Zeit = 3 h 30 + Aufstiegszeit = 2 h + Abstiegszeit = 0h 30 min =>  Totale Marschzeit = 6 h

Ergänzungen zur Marschzeit

  • Rastzeiten sind nicht eingerechnet
  • Die Marschzeitberechnungen basieren immer auf Idealbedingungen
  • In extremen alpinen Gelände erhöhen sich die Marschzeiten. z.B. bei Kletterstellen,
  • Tiefer Schnee kann die Marschzeit ebenfalls verlängern.
  • Die Horizontaldistanz und die Höhenmeter entnehmen sie einer topografischen Karte
  • Welche der beiden Berechnungsmethoden sie wählen, ist ihnen überlassen

Meine Wanderrouten :
Sind oft nicht genau dem Weg entlang.
Wenn man „fit“ ist kann man auch mal einen Umweg (für ein gutes Foto zum Beispiel) nehmen und da Schönes erleben was der Masse versteckt bleibt. Soooo guet.

Wanderskala T1 oder T6?

Wanderskala SAC pdf File

Wanderunfälle NZZ-Artikel


Hast Du Lust und ZEIT mal auf eine Tour mit zu kommen ?

Bitte nicht so. NZZ Artikel.

Wie man sich in einer Lawine verhält haben die beiden Komiker Pfändler und Suter hier erklärt.

Aeugst, MDO Januar 2011