REPPISCH

Die Reppisch hat ihre Quelle in Hausen am Albis auf etwa 720 Metern über Meer direkt unterhalb dem schönen Holzturm, der Hochwacht.

Beim Auslass aus dem Türlersee hat die Reppisch ihren Ursprung und eine Höhe von 646 Meter über Meer.

Durch das Reppischtal fliessend in Stallikon noch 555 Meter über Meer, sind es in Birmensdorf noch 465 Meter und in Dietikon wo sie in die Limmat mündet noch 384 Meter über Meer nach gut 27 Km.

Diese Tour habe ich am 25. Juli 2021 zwischen zwei heftigen Regenfenstern in Angriff genommen, wurde nur einmal kurz verregnet und habe somit die mir am nächsten liegende Geographietour mit etwas mehr als 50 Km abgeschlossen.

Bei Hochwasser heute fliesst die Reppisch also in die Limmat bei Dietikon.


Die Reppisch, das Reppischtal, entstanden aus dem Reuss-Gletscher beginnt im Norden des Aeugsterberges. Auf einer Abrissfläche von nicht weniger als 1300 Metern fielen etwa 65 Mio. m3 Gestein in die Tiefe und haben in der Folge der Stauung der Reppisch, den Türlersee natürlich gebildet. Schuld an diesem Naturspektakel ist also die Reppisch bzw. der Felssturz.

Die ganze Geschichte kann hier per pdf-File Aeugsterberg Felssturz gelesen werden, viel Spass. Der Felssturz bei Goldau war gegen diese Massen eine Kleinigkeit.

Weitere Berg und Felsstürze in der Schweiz.

  • Arth-Goldau 2. September 1806. 450 Verunglückte
  • Uetliberg, Fallätsche 200 m3,
  • Bondo, Bergell GR, 4 Mio m3,
  • Randa, Wallis VS,
  • Plattenberg, Elm GL, September 1881. Unsachgemässer Bergbau war angeblich die Ursache
  • Fidaz, näche Flims, GR, 720’000 m3, 1939

Für die ganze Tour hin und zurück mit dem E-Bike habe ich mit viel Lesen und Photografieren in weniger als einem halben Tag geschafft, kann also gemütlich angegangen werden.

Im Gegensatz zur Sihlwanderung ist die Reppischwanderung oder Biketour wie ich sie erlebt habe weniger attraktiv mit Ausnahme in der Gegend von Birmensdorf. ARA-Birmensdorf.

Technisches zur Reppisch:

– Quellhöhe: 720 Meter über Meer
– Mündungshöhe: 384 Meter über Meer
– Höhenunterschied: 346 Meter
– Länge: 27 Km

Und der Holzturm, auf der Hochwacht hat auch eine interessante Geschichte.

Dieser Turm auch Hochwacht genannt war seit 1624 Teil des Zürcher-Alarmsystems, welches aus 23 Wachposten an Orten mit guter Fernsicht bestand. Per Feuer in der Nacht und Rauch tagsüber konnte innerhalb von weniger Minuten der ganze Kanton über Angreifer informiert werden. Nach 1812 wurden die Wachposten des ganzen Systems aufgegeben und 1978 wurde der Aussichtsturm erbaut.

Die Aussichtsplattform mit 360 Grad Rundumblick in etwa 30 Metern Höhe bietet Ruhe und man kann dabei noch sitzen wenn man die vielen Treppen nicht so ganz einfach hochsteigen kann. Zu sehen sind diverse Seen sowie das Alpenpanorama vom Säntis bis zu den Berner Alpen. Oft bin ich gegen Abend hier oben oder auf dem Albishorn und geniesse Ruhe und Aussicht.

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AEUGST, 25. Juli 2021