ENGELBERGER AA

Engelberg, die Exklave (OW) im Kanton Nidwalden.

Der Talboden gehörte, wie kann es in einem katholischen Gebiet anders sein, dem Kloster.

Erst seit 1818 gehört Engelberg gemäss Recherchen dem Kanton Obwalden, vorher zum Kanton Nidwalden.

Die Engelberger Aa ist ein unerwartet schöner Fluss bzw. die Gegend ist abwechslungsreich und narürlich.

Hoch katholisch hier hinten, kein Wunder oder?

Auf dem Weg zum Surenenpass, die Verbindung vom Kanton OW ind den Kanton Uri erlebe ich viel. Kalt und warm noch im November, abwechslungsreich die Gegend und das bei bestem Wetter für eine solche Wanderung.

Auf die Gründung des Klosters geht auch der Name Engelberg zurück, weil nach einer Sage dem Erbauer von der Höhe des Berges Hahnen Engelsstimmen verkündet haben sollen, hier die Gott geweihte Stätte zu gründen. Der Engel erscheint denn auch im Wappen des Ortes.

Schon bald wuchs die klösterliche Gemeinschaft zu einem geistlichen Miniaturstaat, der sich zur Hauptsache bis in die Französische Revolution halten konnte.

Kommt mir die Geschichte vom Ächerlipass in den Sinn… wer hat da dem Napoleon wer verraten?

Das Bestreben des Klosters ging dahin, sich das ganze Tal von Engelberg kirchlich und weltlich untertan zu machen. Viele Äbte nutzten die übertragenen Herrschaftsrechte aus, nicht nur für das Kloster, sondern auch für das Tal viel Gutes zu tun. So geht zum Beispiel die Errichtung einer Kloster-, Schreiber- und Malerschule auf einen der ersten Äbte des Klosters zurück und diese Schule, aus der sich später die heutige Stiftsschule Engelberg entwickelt hat, brachte dem Tal über die Grenzen der Schweiz und Mitteleuropas hinaus Bekanntheit und Ruhm.

Bald einmal beanspruchten die weltlichen Talleute von Engelberg für sich Freiheitsrechte. Ab 1449 musste das Kloster sukzessive gewisse Privilegien abtreten, bis es im Jahre 1798, unter den zwingenden Einflüssen der Französischen Revolution, den Talleuten die langersehnte Unabhängigkeit gab.

Nach kurzer Souveränität (fünf Jahre) und Zugehörigkeit zum Kanton Nidwalden (zwölf Jahre) schloss sich Engelberg 1815 endgültig dem Stand Obwalden als dessen siebente Gemeinde an. 

Inliegend zwischen dem kleinen und grossen Spannort, dem Titlis und dem hahnen verläuft die Engelberger Aa.

Bereits in der Römerzeit haben diese Ware und auch Brinze über den Surenenpass transportiert. Der Säumerweg ist noch heute klar zu erkennen. Bei der Kapelle auf der Blackalp ist ein kleines paradis im Sommer.

Der Besuch im Kraftwerk hat mir besonders gefallen, beinahe so wie damals…



Technisches zur Engelberger Aa:

– Quellhöhe: 2230 Meter über Meer
– Mündungshöhe: 434 Meter über Meer
– Höhenunterschied: knapp 1800 Meter
– Länge: etwa 38 km

AEUGST, 18. November 2020