FLECHTEN

Flechten, Lichenen, Lichenes, lichenisierte Pilze, etwa 16000 Arten umfassende Pflanzengruppe, die durch eine hochentwickelte Symbiose zwischen Pilzen und photoautotrophen Organismen (Algen oder Cyanobakterien = Blaualgen) charakterisiert ist sind viele tausende Jahre alt.

 

Bild Sihlsee 2020

Ich unterscheide zwischen vier Hauptflechtenarten:

  • Gesteinsbewohner
  • Bodenbewohner
  • Baumflechten
  • Holzflechten

Nährstofflieferanten
Die Flechten so wie auch andere Kryptogamen (z. B. Algen, Moose, Pilze und Farne, die ebenfalls keine Blüten bilden) nehmen weitaus mehr Kohlendioxid und Stickoxide auf als bisher angenommen. Jährlich speichern diese unauffälligen Lebensgemeinschaften rund 50 Millionen Tonnen Stickstoff, was der Hälfte des gesamten von Landpflanzen aufgenommenen Stickstoffs weltweit entspricht, berichteten Wissenschaftler des Biodiversität und Klima Forschungszentrums und des Minzer Max-Planck-Instituts für Chemie.

Zudem binde dieser grüne Mantel der Erde rund 14 Milliarden Tonnen Kohlendioxid, was in etwa dem entspreche, was Waldbrände und Biomasseverbrennung weltweit in einem Jahr freisetzten. Der flächige Bewuchs mit diesen auch als Geheim- oder Verborgenblühern bezeichneten Kryptogamen kann Kohlendioxid allerdings nur über wenige Jahre hinweg speichern. Doch dank Flechten, Moosen und Co. gelangt der Stickstoff als mineralischer Dünger in den Boden, was wiederum das Wachstum anderer Pflanzen, etwa der Bäume, ankurbelt, die CO2 langfristig zu speichern vermögen. Insbesondere in nährstoffarmen und trockenen Gebieten spielen Flechten, Moose und Algen eine zentrale Rolle als Nährstofflieferanten.

Flechten sind eigentlich keine Pflanzen, sondern eine Symbiose zwischen einem Pilz, dem sogenannten Mykobionten, und einem oder mehreren Photosynthese betreibenden Partnern, den Photo- oder Phytobionten. Die Flechten werden immer nach dem Pilz benannt. Dabei handelt es sich um Grünalgen (Chlorophyta) oder Cyanobakterien. Die Eigenschaften der Flechten unterscheiden sich deutlich von den Eigenschaften der Organismen, aus denen sie bestehen.

Betrachten wir Flechten, haben wir also immer eine Lebensgemeinschaft vor uns, die als faszinierendes Doppelwesen in mannigfaltigsten Formen in Erscheinung tritt. Weltweit existieren rund 25 000 Flechtenarten; in der Schweiz kennt man bisher ungefähr 2000 Arten, so Flechtenspezialist Christoph Scheidegger von der Forschungsanstalt WSL. Gastgeber sei dabei meist ein Schlauchpilz, der seine Grün- oder Blaualgen mit Wasser, Mineralstoffen und Kohlendioxid versorge und ihnen Schutz biete vor UV-Strahlung und Tierfrass. Als Gegenleistung überlässt die Alge ihrem Wirt 40 Prozent der mittels Fotosynthese hergestellten Kohlehydrate: eine Win-win-Situation. Und damit ein typisches Beispiel der erfolgreichen Evolution.

Die winzigen Sporen, die in den Fruchtkörpern der Flechten ausgebildet werden, können sich nur dann über grosse Distanzen ausbreiten, wenn sie schwebend in höhere Luftschichten gelangen, was selten geschieht – meistens ist ihre Ausbreitung deshalb räumlich stark eingeschränkt. Treffen Sporen auf eine passende Alge, wird diese von einem aus der Spore keimenden Pilzfaden eingewickelt; dieser kann mit speziellen Saughyphen auch in die Alge eindringen. Dies ermöglicht den Austausch von Stoffen zwischen den beiden Lebenspartnern – eine neue Flechte entsteht. Flechten wachsen mit nur wenigen Millimetern pro Jahr äusserst langsam. Sie können sich deshalb nur an Orten durchsetzen, an denen sie nicht von schnell wachsenden Blütenpflanzen überwuchert und verdrängt werden. Aus Natürlichonline.ch.

Lebensraum:
Beinahe überall wo sie AUF etwas haftet.

Alter:
Tausende von Jahren, nebst dem Pilz das zweitälteste Lebewesen auf der Erde.

Temperatur:
Sie ertragen viel Hitze und Kälte.

Fortpflanzung:
Flechten wachsen nur sehr langsam und sind dadurch nicht so durchsetzungsstark gegenüber schneller wachsenden konkurrierenden Pflanzen. Die Flechte hat keine Wurzeln und muss Nährstoffe und Wasser komplett und ungefiltert aus der Luft aufnehmen. Sie ist dadurch deutlich empfindlicher gegenüber Schadstoffen aus der Luft.

Nicht zuletzt deshalb, weil Flechten ein Ausscheidungssystem fehlt, um giftige Schadstoffe wieder auszuleiten. Eine Regeneration ist den Flechten dadurch nicht möglich und selbst schwach konzentrierte Schadstoffe sammeln sich so lange an, bis die Flechte untergeht. Hinzu kommt, dass Flechten im Winter ebenfalls wesentlich mehr durch Schadstoffe geschädigt werden als Blütenpflanzen. Sogar noch mehr als im Sommer.

Denn während Blütenpflanzen im Winter ihre Photosynthese mehr oder weniger einstellen, gilt das nicht für die meisten Flechtenarten.

Im Winter treten jedoch gehäuft sog. Inversionswetterlagen auf, bei denen die Luft mehr oder weniger „steht“.

Photosynthese:

Farbe:
Viele wie zum Bsp; grün, grau, rot, grau

Allgemeines:
Eine Flechte ist eine Lebensgemeinschaft zwischen einer Alge und einem Pilz.
Eine Flechte ist also keine Pflanze im eigentlichen Sinn.

Eine solche Lebensgemeinschaft nennt man auch eine Symbiose. Das kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Zusammenleben“.

Geben und nehmen klappt also in der Nautur.

Dabei versorgt die Alge den Pilz mit Nährstoffen, die er nicht selbst herstellen kann.
Der Pilz gibt der Alge Halt und versorgt sie mit Wasser, da sie keine Wurzeln hat.
So helfen sich beide gegenseitig.

Flechten gibt es in den unterschiedlichsten Farbtönen. Manche sind weiß, andere gelb, orange, tiefrot, rosa, blaugrün, grau oder sogar schwarz. Das hängt davon ab, welcher Pilz mit welcher Alge zusammenlebt. Es gibt weltweit ungefähr 25.000 Flechtenarten, wovon etwa 2.000 in Europa vorkommen. Sie wachsen sehr langsam und können sehr alt werden. Manche Arten werden sogar mehrere hundert Jahre alt.

Flechten haben drei verschiedene Wuchsformen: Krustenflechten verwachsen dicht mit dem Untergrund. Blatt- oder Laubflechten wachsen die flach und locker auf dem Untergrund. Strauchflechten haben Ast-Verzweigungen.

Flechten gibt es so gut wie überall. Im Wald an den Bäumen, an Gartenzäunen, auf Steinen, Mauern und sogar auf Glas oder Blech sind sie anzutreffen. Sie ertragen viel Hitze und Kälte. Am wohlsten fühlen sie sich dann, wenn es für uns Menschen etwas kühl ist. Flechten sind also nicht anspruchsvoll, was den Lebensraum oder die Temperatur betrifft, doch auf verschmutzte Luft reagieren sie schlecht.

Flechten nehmen Schmutz aus der Luft auf, können ihn aber nicht wieder abgeben. Deshalb gibt es dort, wo die Luft schlecht ist, keine Flechten.

Ist die Luft etwas weniger verschmutzt, wachsen nur Krustenflechten. Wenn es aber Krustenflechten und Blattflechten hat, ist die Luft schon weniger schlecht. Am besten ist die Luft dort, wo Strauchflechten wachsen, und dort gefällt es den übrigen Flechten auch. Wissenschaftler machen sich dies zunutze und erkennen anhand der Flechten, wie die Luftverschmutzung ist.

Landkartenflechte:
Die Landkartenflechte bevorzugt saures Gestein. Besonders in den Bergen sind diese Flechten „schuld“ dass ganze Gebirgszüge grün schimmern. Landkartenflechte, Rhizocarpon geographicum (und verwandte Arten von ähnlichem Aussehen), Krustenflechte mit gelbem bis gelbgrünem Lager und schwarzen Apothecien, durch schwarze Vorlagerlinien durchzogene und begrenzte Bestände bildend, daher landkartenähnlich ( vgl. Abb.); eine der charakteristischsten Arten auf Silicatgestein, weltweit verbreitet, bis in arktische bzw. antarktische und nivale Regionen. Flechten I .

Die Landkartenflechte hats nicht eilig, sie wächst im Jahr nur gerade mal 0.5 Milimeter. Solche Flechten werden in Höhen von 1400 bis etwa 2400 Metern über Meer beobachtet. Gerne auf Sandstein, Dogger oder Quarzit.

???-Flechte oer doch Alge???

(Diese Flechte wurde durch Frau Stofer des WSL Birmensdoft identifiziert)

 

 

 

Blasenflechte/Baumflechte:
Die Obersteite ist  grüngrau die Unterseite ist braunschwarz in der Farbe.

Die Flechte wächst rosettig oder unregelmäßig und besitzt ein graues, tief geteiltes, blättriges Lager (Flechtenkörper). Diese Art sitzt dem Untergrund eng auf, besitzt jedoch keine eigenen Haftfasern an der Unterseite.

Die Lappenenden sind im Alter oft lippenartig aufgebogen und brechen staubig auf (Sorale).

Die Blasenflechte ist vor allem an Nadelbäumen und Laubbäumen mit saurer Borke (Birken, Eichen, Schwarzerle) und auch auf silikatischem Gestein vom Tiefland bis über die Baumgrenze zu finden. In montanen Lagen bildet sie mit Arten der Gattungen Pseudevernia und Platismatia oft eine Massenvegetation.

Sie gilt als Zeigerart für saure Standorte und profitierte etwa von saurem Regen. Durch den Rückgang der Umweltverschmutzung, insbesondere der Schwefelbelastung, findet diese Art schlechtere Lebensbedingungen vor. Besonders in stark landwirtschaftlich genutzten Gebieten mit einer hohen Stickstoffbelastung (basisch) ist sie seltener geworden.

Rentierflechte:

Wirkt antibiotisch und ist oft Bestandteil von Hustensirup.

Die weissliche Echte Rentierflechte wächst strauchförmig dem Boden aufliegend. Die hohlen Stämmchen (Podetien) sind grauweiß und reich verzweigt mit zu dritt oder zu viert stehenden von offenen Achseln abgehenden Ästen. Die Oberfläche ist matt und wirkt etwas filzig. Die Stämmchen tragen keine Blättchen oder Schuppen. Fruchtkörper (Apothecien) sind selten entwickelt.

Die Flechte ist im Bereich der sommergrünen Laubwald- und der borealen Nadelwaldzone bis in die Tundra verbreitet. Dort wächst sie auf felsigem Untergrund und bevorzugt auf sauren Böden an lichtreichen Standorten in Zwergstrauchheiden, Magerrasen und sehr lichten Wäldern.

Becherflechte:
Wurde früher zur Behandlung von Fieber und Keuchhusten eingesetzt.

Die Podetien sind meist grau.

An sonnigen Stellen können diese auch bräunlich sein. Der nur max. 1,5 cm lange Stiel geht allmählich in einen bis zu 8 mm breiten Becher über.

Der Becherrand ist mit kleinen, dunkelbraunen Pyknidien versehen. Es gibt auch grundständige, kleine blättchenartige, dicht stehende Gebilde, die meist etwas eingerollt sind und ebenfalls graugrünlich sind. Apothecienbildung ist relativ selten. Diese sind meist gestielt und bräunlich.

Die Art besiedelt Erdboden, Humus, morsches Holz, aber auch Steine und trockene Felsen. Es handelt sich um eine in ganz Europa verbreitete und häufige Flechte. Generell gilt die Echte Becherflechte als eine der häufigsten Arten aus der Gattung Cladonia. .

Bartflechte:

Wirkt schleimlösend, entzündungswidrig, antibiotisch. (hindert z.B. Staphylokokken am Wachstum), antimikrobiell und desinfizierend. Bei Bronchitis, Erkältung, Katarrh, Durchfall, Magenschwäche. Die Tinktur wirkt geruchshemmend und hilft bei Akne und unreiner Haut.

 

Laub- oder Blattflechte:
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Nabelflechten:
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Strauchflechten:
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Lungenflechte:

Vor allem gebräuchlich für homöopathische Anwendung (Sticta pulmonaria) bei beginnenden Erkältungskrankheiten und allergischen Erkrankungen des Atemtraktes.

 

Gelbflechte:
Gelbflechten bevorzugen basisches Kalkgestein. Die Art ist durch die auffallend gelbe oder orangegelbe Farbe gekennzeichnet. Die Lagerlappen und Fruchtkörper sind von oranger oder orangebrauner Farbe. Sie wird bis über 10 cm gross.

Die Blattflechte ist charakteristisch für stark gedüngte Orte.

Meist ist sie an der Borke von Laubbäumen anzutreffen, wächst bei hoher Verfügbarkeit an Nährstoffen aber auch auf Mauern, Betonplatten, Steinen oder gar auf verrostetem Blech.

Die Gewöhnliche Gelbflechte ist häufig in Gebieten mit intensiver Tierhaltung anzutreffen, da sie von der hohen Belastung der Luft an Stickstoffverbindungen profitiert. Sie gehört zu den wenigen Flechten, die sich in den letzten Jahren sehr rasch ausbreiten.

Feuerflechte:

 

 

 

 

Krustenflechte:
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…flechte:

???flechten:
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Eine informative Homepage ist hier zu finden.

AEUGST, 22. August 2020

Noch in Bearbeitung