ALGEN

 

 

Lebensraum:
Im oder nahe am Wasser

Alter:
Etwa 3 Mia. Jahre.

Temperatur:

Fortpflanzung:
Die Ein- oder mehrzellige Alge…

Photosynthese:
Ja mit dem Chlorophyl.

Farbe:
Grün in der Haupttfarbe

Allgemeines:
Algen haben keine Wurzeln wie das zum Bsp. Blumen, Sträucher oder Bäume haben.
Algen sind Wasserbewohner.

Und zwar so viel, dass dieser von lebenden Organismen erzeugt worden sein muss. Das aber bedeutet, dass es schon 600 Millionen Jahre früher als bisher angenommen erste Blaualgen in den Urozeanen gegeben haben muss.

Die Uratmosphäre der Erde wies zumindest in den ersten zwei Milliarden Jahren alles andere als bekömmliche Situation auf für höheres Leben. Ihr fehlte die entscheidende Zutat, die wir und die meisten anderen Tiere zum Leben benötigen – Sauerstoff. Der Sauerstoffgehalt lag damals vermutlich bei weniger als einem Hunderttausendstel des heutigen Werts von rund 20 Prozent.

Vor ungefähr 500 Millionen Jahren waren die Meere bereits dicht bevölkert, ganz im Gegenteil zur Erdoberfläche. Doch die Besiedelung des Landes, auf dem vorher ausser Felsen und Steinen nur Bakterien und Pilze beheimatet waren, gelang den ersten Pflanzen bereits in diesem Zeitraum. Dadurch wurde zunehmend die Voraussetzung für nachfolgendes Leben geschaffen.

„Der Sauerstoffpegel der Atmosphäre stieg weiter an, und die UV-Strahlung nahm durch die Bildung der Ozonschicht weiter ab. Nachdem die Erdoberfläche durch Pflanzen urbar gemacht worden war, folgte der Landgang der Tiere“.

Der Landgang der Pflanzen stelle somit einen entscheidenden Schritt für die Evolution des Lebens, wie wir es heute kennen, dar. Die Überschwemmung der Uferzonen durch das anschwellende Süsswasser sowie Windbewegungen hätten aber dazu entscheidend beigetragen.  Im Vergleich zu heute bestand die Erde nach Darstellung des Wissenschaftlers vor 500 Millionen Jahren vor allem aus nacktem Fels ohne Erde.

Damals habe es eine viel stärkere Aktivität von Vulkanen gegeben als heute. Weniger Sauerstoff und eine grössere Kohlendioxid-Konzentration haben die Atmosphäre bestimmt.

Das allmähliche Aufkommen der Landpflanzen hat der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen. Die Lebensbedingungen  für die Pflanzen sind an Land ganz anders gewesen als  im Wasser. Eine geringere Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit, stärker wechselnde Temperaturen sowie mehr Strahlung und andere Lichtverhältnisse sind die Parameter dieser Lebensbedingungen an Land gewesen.

Und wieso kam es dann erst sehr viel später zu dem „Landgang“ der Pflanzen, der dann auch die nachfolgende Evolution der Tiere vorbereitete?

Dass zunächst weniger Wasser und Nährstoffe zur Verfügung standen, hat dann zu einer sogenannten „abiotischen Stresstoleranz“ der Pflanzen vor allem gegen Trockenheit beigetragen.

Nach dem aktuellen Stand der Forschung haben die Evolutionsbiologen die Joch-Algen als die ersten Verwandten der Landpflanzen ausgemacht.

Genau genommen ist der Begriff „Blaualge“ nicht ganz korrekt, denn wie Bakterien besitzen auch Blaualgen keinen Zellkern. Deshalb sprechen Wissenschaftler lieber von Cyanobakterien. Solche Cyanobakterien besitzen reichlich vom grünen Farbpigment Chlorophyll. Und das machte sie in den Ur-Meeren unabhängig von energiereichen Molekülen, dem eigentlichen „Ursuppen-Futter“.

Die Cyanobakterien nutzten mit ihren grünen Pigmenten stattdessen die Energie der Sonne, um aus Licht, Kohlendioxid und Wasser Zucker herzustellen. Die Fotosynthese war erfunden.

Das Abgas der neuen Grünen: Sauerstoff. Für viele der damaligen Lebewesen eindeutig Luftverschmutzung. Nach und nach reicherten sich die Ozeane und später auch die Erdatmosphäre mit dem neuen Sauerstoff-Smog an. Eine Katastrophe für viele Bakterienarten, die nun ausstarben.

Für andere war es wiederum eine Chance. Wer lernte, den Sauerstoff für sich zu nutzen, hatte ab jetzt eine glänzende Zukunft vor sich.Trickreiche Endosymbiose – Nutzen statt Verdauen

Die Evolution nahm ihren Lauf und ungefähr eine halbe Milliarde Jahre später ereignete sich ein weiterer entscheidender Entwicklungsschritt. Inzwischen gab es einzellige Organismen, die einen Zellkern besaßen.

Sie nahmen ihre Nahrung auf, indem sie einfach die Zellwand über das Opfer stülpten und dieses in sich aufnahmen. Diese meist tödliche Umarmung nennen Wissenschaftler Phagocytose.

Manchmal entschied sich solch ein Einzeller dafür, sein Essen nicht zu verdauen, sondern zu nutzen. So geschah es wohl auch mit den Cyanobakterien, die von Fressfeinden einverleibt und fortan von diesen als symbiotischer Energiepartner genutzt wurden.

Diese sogenannte Endosymbiontentheorie wurde erstmals 1883 vom Botaniker Andreas Franz Wilhelm Schimper aufgestellt. Alle modernen Pflanzen tragen noch die Nachkommen der Cyanobakterien in ihren Zellen – als Chloroplasten sind sie für die Energielieferung durch Fotosynthese zuständig.Die Ära der Algen bricht an

Diese symbiotische Beziehung war der Beginn der Algen-Ära. Und aus den zunächst noch einzelligen Organismen, die nun wie richtige Algen Zellkerne und Chloroplasten besaßen, entwickelte sich nach und nach eine überwältigende Vielfalt unterschiedlicher Farben, Formen und Größen.

Die vielzelligen Varianten können eine Länge von mehr als 40 Metern erreichen. Die unterschiedlichen Algenarten haben sich ihren jeweiligen Lebensbedingungen optimal angepasst.

Für 2,5 Milliarden Jahre waren Algen die einzigen Pflanzen auf der Welt. Die höheren Pflanzen entwickelten sich erst vor etwa 500 Millionen Jahren aus einer Grünalgen-Linie und begannen nach und nach das Land zu erobern.

AEUGST, 07. April 2020